Wetteraukreis präsentiert sich wieder auf Expo Real in München
Der Wirtschaftsstandort Wetterau lohnt sich – mit dieser Botschaft wird ein Team der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung im Wetteraukreis Anfang Oktober nach München fahren. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr nimmt der Landkreis auch diesmal als Aussteller an der Immobilienmesse Expo Real teil. Vier Kommunen mit besonderen Flächenpotenzialen sind wieder als Partner mit dabei.
Über 40.000 Besucher aus 75 Ländern: Die Expo Real in München ist eine der wichtigsten Fachmessen für Immobilien und Investitionen. Im vergangenen Jahr gehörte der Wetteraukreis erstmals selbst zu den Ausstellern und war als Teil der Metropolregion FrankfurtRheinMain an einem Gemeinschaftsstand vertreten, in Begleitung von vier Kommunen. „Es ist uns gut gelungen, die Potenziale des Wetteraukreises darzustellen, als zukunftsfähiger und nachhaltiger Standort im Frankfurter Umland“, sagt Landrat Jan Weckler. Aus diesem Grund wird der Landkreis auch diesmal an der Expo Real teilnehmen, vom 6. bis 8. Oktober. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung im Wetteraukreis (WiReg) hat erneut die Organisation übernommen und vier Kommunen als Partner gewinnen können. Friedberg, Nidda und Gedern sind wieder mit dabei. Neu hinzugekommen ist die Stadt Niddatal.
Die Kreisstadt Friedberg präsentiert sich auf der Expo Real als Bildungs- und Innovationsstandort mit besonderem Profil. Mit dem Sitz der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ist die Stadt ein zentraler Ausbildungsort für dringend benötigte Fachkräfte. Darüber hinaus rücken zwei besondere Entwicklungsflächen ins internationale Licht: das „Innovationsquartier Kaiserstraße“ als Beispiel für innerstädtische Aufwertung und moderne Nutzungskonzepte sowie die Konversionsfläche der ehemaligen Ray Barracks, die als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der Region gilt. Ergänzt wird dieses Bild durch eine Vielzahl an Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt, etwa die Aufwertung öffentlicher Räume oder neue kulturelle Impulse. Friedberg zeigt damit eindrucksvoll, dass es gelingt, Tradition und Moderne zu verbinden und die Rolle als Mittelzentrum weiter auszubauen. „Wir wollen zeigen, dass Friedberg nicht nur Hochschul- und Verwaltungsstandort ist, sondern mit innovativen Projekten aktiv Zukunft gestaltet“, betont Bürgermeister Kjetil Dahlhaus.
Statt einer reinen Flächenvermarktung setzt die WiReg auf ein ganzheitliches Bild des Standorts. „Unser Ziel ist es, die besonderen Stärken des Wetteraukreises sichtbar zu machen und die Entwicklung nachhaltig und qualitativ voranzubringen“, sagt Klaus Karger, einer der Geschäftsführer der WiReg. Passend dazu lautet auch in diesem Jahr der Slogan, mit dem die WiReg den Landkreis als Standort für Unternehmen und Investoren präsentiert: „Wetteraukreis – der grüne Teil der Metropolregion Frankfurt“.
Ein Aushängeschild hierfür ist der interkommunale Gewerbepark Oberhessen „IGO Green“ in Nidda mit seinem ökologisch nachhaltigen Ansatz. „Wir setzen auf gezielte, hochwertige Entwicklung“, sagt Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard. Das Interesse während, aber auch nach der Expo Real 2024 sei groß gewesen, es habe viele, auch internationale Anfragen gegeben. Nun, ein Jahr später, startet das innovative Projekt in die Vermarktungsphase: Unternehmen können sich für die Grundstücke bewerben. Fragen werden vor Ort von Joachim Thiemig, Geschäftsführer des Zweckverbands „IGO Green“, und Kerstin Alt, Wirtschaftsförderin der Stadt Nidda, beantwortet.
An der Wetterau-Stele am Gemeinschaftsstand der Metropolregion wird auch Gedern wieder für sich und seine Flächenpotenziale werben. So gibt es im Stadtteil Ober-Seemen ein rund 52.000 Quadratmeter großes Areal für ansiedlungswilliges Gewerbe, welches sofort verfügbar ist. „Wir sind eine Kommune, in der es sich im Grünen leben und arbeiten lässt“, weist Bürgermeister Guido Kempel auf die Vorzüge hin. Der Vogelsberg mit seinem breiten Erholungsangebot, zu dem auch der Gederner See gehört, ist in wenigen Minuten erreichbar, ebenso eine Anbindung ans überörtliche Schienennetz.
Neu als Partner ist in diesem Jahr die Stadt Niddatal. Bürgermeister Michael Hahn wird selbst mit zur Expo Real fahren. „Auf dem ehemaligen Klosterareal in Ilbenstadt gibt es Leerstände, die als Bürofläche genutzt werden können“, nennt Hahn als Beispiel für eine freie Fläche, auf die er aufmerksam machen will. Wer sich dort ansiedelt, wird übrigens den Bürgermeister als Nachbarn bekommen – die Stadtverwaltung ist kürzlich dorthin umgezogen.
Der Wetterau-Standplatz wird an den drei Messetagen durchgehend von der WiReg betreut, konkret von Projektmanager Oliver Nowak sowie Klaus Karger, einem der WiReg-Geschäftsführer. Die Vertreter der Partnerkommunen werden abwechselnd am Stand sein, aber auch Messetermine wahrnehmen und Kontakte zu anderen Kommunen oder Institutionen knüpfen können. „Man bekommt zahlreiche inhaltliche Anstöße bei der ExpoReal“, sagt Cristyn Brischler, Projektmanagerin der WiReg. „Man lernt verschiedenste Best-Practice-Beispiele kennen, von neuartigen wohnbaulichen Entwicklungen bis hin zu erfolgreichen Wegen des Wachstums bei Gewerbegebieten.“
Auch Landrat Jan Weckler wird die Wetterau in München vertreten, um die Vorzüge des Landkreises einem großen internationalen Publikum vorzustellen. „Die Expo Real ist eine großartige Chance, uns als Wirtschaftsregion sichtbar zu machen. Unser Messeauftritt dort ist ein wichtiger Baustein in unserem überregionalen Standortmarketing.“
BU: Delegation des Wetteraukreises auf der Expo Real 2024 in München: Vertreter von WiReg und den Partnerkommunen präsentieren die wirtschaftlichen Potenziale der Region. Bildrechte: WiReg
